Erfolgreich Kommunizieren
Projekte:
- Unterschiedlichste Persönlichkeiten und Experten unserer Forschungs-Einrichtung sollen möglichst effektiv zusammenarbeiten. Wie kann das gelingen?
- Ständig neue Strukturen bei kontinuierlich steigendem Verkaufsdruck … Wie können unsere Verkäufer dem Druck standhalten und erfolgreich bleiben?
- Wie lässt sich eine Ordnungsbehörde interkulturell öffnen und in eine Servicebehörde umwandeln?
- Wie können die Mitarbeiter/innen der Flughafensicherheit noch kundenfreundlicher kommunizieren?
- Wie können Wissenschaftler mit ihren technischen Assistenten und anderen Mitarbeitern in angespannten Situationen einvernehmlicher kommunizieren?
- Wie können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer großen Bundesbehörde den Standortwechsel Ressourcen schonend bewältigen?
- Wie können Mitarbeiter/innen aus verschiedenen Bereichen eines Auto-Zulieferers ihre interne und externe Kommunikation verbessern?
- Wie können Verwaltungs-Beamte lernen, unter dem hohen Leistungsdruck einer Prüfungs-Situation gelassen und souverän in der Kommunikation zu bleiben?
- Wie können die Abteilungs-Leiter eines großen Hotels ihr Zeitmanagement und ihre Zusammenarbeit verbessern?
- Wie lässt sich mehr Kreativität im Arbeitsalltag einer Sparkasse integrieren?
- Wie können die Führungskräfte eines Ministeriums und seiner nachgeordneten Behörden Mitarbeiter-Vorgesetzten-Gespräche partnerschaftlich und mitarbeitermotivierend führen?
1. Unterschiedlichste Persönlichkeiten und Experten unserer Forschungs-Einrichtung sollen möglichst effektiv zusammenarbeiten. Wie kann das gelingen?
Die Förderung von besonders innovativen Forschungsrichtungen ist eine zentrale Aufgabe dieser Forschungs-Institution. Nationale und internationale Wissenschaftler, Assistenten, Doktoranden und andere Mitarbeiter/innen in Forschung oder Verwaltung müssen dabei so gut wie möglich zusammenarbeiten. Im Arbeitsalltag gibt es jedoch immer wieder Verständigungs-Schwierigkeiten, ob nun stressbedingt, aufgrund unterschiedlicher Kulturen und Temperamente, sprachlicher oder hierarchischer Natur.
Meine Aufgabe war es, ein Seminar mit Workshop-Elementen für Teilnehmende aus Forschung und Verwaltung der verschiedenen deutschen Institute zu entwickeln, bei welchem Kommunikation und effektive Zusammenarbeit im Mittelpunkt stehen sollten. Ich baute zahlreiche praktische Sensibilisierungs-Übungen ein. Die besondere Herausforderung bestand darin, auf die vielen komplexen und unterschiedlichen Alltags-Situationen der Teilnehmenden adäquat einzugehen und ihnen jeweils eine neue Perspektive zu eröffnen, so dass sie mit möglichst praktischen Lösungsansätzen und Ideen in ihren Arbeitsalltag zurückkehren konnten.
Die wichtigsten Ergebnisse:
- Die Teilnehmenden sind sensibilisiert für sprachliche und körpersprachliche Kommunikation sowie Faktoren einer effektiven Zusammenarbeit. Damit können sie die bevorstehenden Klärungs-Gespräche effektiver führen.
- Sie konnten viele ihrer Fragen klären und Ideen für einen neuen Umgang mit für sie schwierigen Situationen mitnehmen, so z. B. wie sie sich bewusster abgrenzen oder in wichtigen Gesprächen und bei persönlichen Angriffen besser die Selbst-Kontrolle behalten können oder auch wie sie Kritik üben, die für das Gegenüber annehmbar ist.
- Über den Erfahrungsaustausch mit Kollegen aus anderen Arbeitsbereichen ergaben sich für alle Teilnehmenden wichtige Erkenntnisse, beispielsweise über die Belastungen und Sorgen der wissenschaftlichen Mitarbeiter, sowie über die Nöte und Stressfaktoren der Mitarbeiter in der Verwaltung – und damit auch eine andere Sicht auf den Alltag der anderen, zu mehr Verständnis füreinander sowie Offenheit gegenüber Kritik an hinderlichen Gewohnheiten.
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2. Ständig neue Strukturen bei kontinuierlich steigendem Verkaufsdruck … Wie können unsere Verkäufer dem Druck standhalten und erfolgreich bleiben?
Der weltweit führende Hersteller alkoholfreier Getränke hat in den letzten zehn Jahren viele Umstrukturierungen durchgeführt – auch in seinen deutschen Verkaufsgebieten. Das forderte von den Verkäufern große Flexibilität und die Fähigkeit, mit den unbekannten Abläufen schnell und effizient umzugehen und sich problemlos auf neue Kunden einzustellen – unter permanent hohem Verkaufsdruck.
Der Rücklauf der Befragungen zeigte, dass sich die meisten Verkäufer noch nie mit Möglichkeiten der Stressbewältigung auseinandergesetzt hatten. Deshalb führe ich seit 2002 berufsbegleitende Seminare zur Stressbewältigung und Entspannung durch. Dabei ist mir wichtig, Zeit zu haben für die Reflexion über Stress und wie er körperlich und psychisch auf jeden Einzelnen wirkt. Dabei gehe ich auch auf den Stressmechanismus ein und welchen Einfluss er allgemein auf Menschen hat. Immer wieder sorgt schon das simple Realisieren psychosomatischer Stress-Symptome für Überraschung und Nachdenklichkeit, da viele dieser Symptome bislang gar nicht mit Stress verbunden worden sind. Im zweiten Teil stelle ich die einzelnen Methoden vor, um sie anschließend von den Teilnehmern ausprobieren zu lassen.
Im dritten Teil geht es dann um die persönlichen Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und um das Finden von Lösungsansätzen für ihren individuellen Alltag.
Die größten Herausforderungen: Die Teilnehmenden angemessen zu entschleunigen, den Raum zur stillen und ausgesprochenen Selbst-Reflexion zu öffnen und den Teilnehmer/innen die Scheu vor vermeintlich merkwürdigen Methoden zu nehmen.
Die wichtigsten Ergebnisse:
- Die Teilnehmer/innen lernen in kurzer Zeit eine Vielzahl effektiver Übungen zur Entspannung und Stressbewältigung kennen und probieren sie persönlich aus. Im normalen Alltag bräuchten sie wesentlich mehr Zeit dazu, weil sie sich zunächst über Anbieter und verschiedene Verfahren informieren müssten, dann viele Wege hätten, um zu den Veranstaltungsorten zu gelangen und schließlich viel Zeit aufwenden müssten, die einzelnen Verfahren zu testen.
- Sie lernen Methoden kennen und schätzen, die sie aufgrund von persönlichen Vorbehalten niemals ausprobiert hätten.
- Sie lernen, dass es nicht den „goldenen Weg“ zur Entspannung gibt, sondern finden den Weg, auf dem sie persönlich am effektivsten in die Entspannung gelangen.
- Sie nehmen häufig wahr, dass sie viel länger fit und aufnahmefähig bleiben, wenn sie ihrem Körper und Geist zwischendurch Zeit für Entspannung gönnen. So gehen sie nach getaner Arbeit vitaler nach Hause und können sich umso intensiver Familie und Freunden widmen.
- Sie bemerken meistens schon am zweiten Tag, dass sich der Körper dank des Trainingseffekts vom Vortag schneller „herunter-“ und wieder „hochfahren“ lässt.
- Sie haben einen festen Plan, wann sie welche Methode im Alltag integrieren können und bleiben auf diese Weise langfristig fit und leistungsfähig.
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3. Wie lässt sich eine Ordnungsbehörde interkulturell öffnen und in eine Servicebehörde umwandeln?
Kooperations-Projekt mit: Anita Spenner-Güç. Der nachfolgende Text ist entstanden in Anlehnung an die gemeinsame Dokumentation (Download).
Die Ausländerbehörde Berlin hatte im Jahre 2003 über 300 Beschäftigte an zwei Standorten. Sie ist gewissermaßen ein Schaufenster Berlins, da Zuwandernde hier das öffentliche Berlin und sein Verwaltungshandeln kennenlernen. Bei Projektbeginn hatte die Behörde ein eher negatives Image bei Migranten- und Flüchtlingsorganisationen, in der Wirtschaft, in den Medien und in der breiten Öffentlichkeit. Hintergrund war die frühere Ausländerpolitik der Bundesrepublik, deren abgrenzende Haltung sich im praktischen Verwaltungshandeln niedergeschlagen hatte. Die im Durchschnitt eher älteren und langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten mehr oder weniger stark das Selbstverständnis einer Polizei- und Ordnungsbehörde verinnerlicht.
Erst im Zuge weiterer Veränderungen entstand im Jahre 2003 das neue Leitbild der „Servicebehörde für Zuwandernde“. Das Projekt der interkulturellen Öffnung der Ausländerbehörde begann parallel mit der internen Diskussion über die strategische Ausrichtung der nächsten Jahre und war zunächst auf ein Jahr angelegt. Insgesamt hat es fünf Jahre gedauert.
Meine Kollegin Anita Spenner-Güç und ich haben hospitiert, viele Gespräche geführt, prozessbegleitende Workshops mit verschiedenen Sachgebieten durchgeführt, Workshops mit Vertreterinnen und Vertretern von Migranten-Organisationen und Behörden-Mitarbeitenden und Führungskräften initiiert und moderiert, an neuen Hinweisblättern und dem Leitsystem mitgearbeitet, interkulturelle Informations-Veranstaltungen und –Seminare konzipiert und moderiert sowie viele Beratungs- und Abstimmungs-Gespräche mit dem Führungs-Team geführt.
Die wichtigsten Erfolgsfaktoren:
- Die Mitarbeiter wurden auf die bevorstehende Veränderung vorbereitet. Dabei konnten ihre Bedenken, die Arbeitssituation, ihre Ideen, ihr Wissen und ihre individuellen Stärken einfließen und genutzt werden.
- Das Führungsteam war mutig und offen genug, das Neue, Ungewohnte und Nichtvorhersehbare zuzulassen, einzufordern und zu vertreten.
- Unsere positiven Rückmeldungen nach unserer Hospitation, welche für die oft gescholtene Behörde sehr überraschend kamen, schufen ein vertrauensvolles Klima und ebneten den Weg für den anschließenden Prozess.
- Unser Interesse an den Bedürfnissen der Mitarbeiter und die Suche nach einer für beide Seiten akzeptablen Lösung ließ Widerstände schmelzen.
- Die Prozessbegleitung auf allen Ebenen wurde als besonders wirksames Mittel der Organisations-Veränderung wahrgenommen, weil wir hier unmittelbar an den Prozessen und Abläufen des Arbeitsalltags mitgearbeitet haben.
- Unsere Kunden- und Mitarbeiter-Orientierung in Verbindung mit der Hauptaufgabe bei diesen Prozessbegleitungen: einerseits das Schärfen des Einfühlungsvermögens der Mitarbeiter für die Belange der Kunden, andererseits das Optimieren der Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterschaft.
- Das Beachten und Verbessern des Arbeitsumfeldes – denn Gebäude und Räume für Mitarbeiter und Kunden spielen eine wichtige, wenn auch oft nur unterschwellig wahrgenommene Rolle bei der Kunden-Kontakt-Situation.
Die wichtigsten Ergebnisse:
- Schritt für Schritt veränderte sich das Selbstverständnis der Mitarbeiter, was sich in ihrem Verhalten und damit in der Außenwirkung der Behörde widerspiegelte.
- Prozesse und Abläufe sind sowohl mitarbeiter- als auch kundenorientierter.
- Die Gesprächs-Atmosphäre zwischen Behörde und Migranten-Organisationen ist offener und konstruktiver.
- Eine mehrsprachige Kunden-Befragung wird regelmäßig durchgeführt.
- Das neu installierte Ideen- und Beschwerdemanagement ist praxiserprobt; die Ergebnisse fließen kontinuierlich an die Mitarbeiter zurück.
Den kompletten Projekt-Bericht (24 Seiten) können Sie hier als PDF herunterladen.
Siehe hierzu auch das 2. Projekt und den Infobrief des Landesamtes für Gesundheit und Soziales http://www.berlin.de/SenGesSozV/lageso/soz.html oder Infobrief2.pdf
Ein Erfahrungsbericht über das Projekt vom Migrationsrat: http://www.migrationsrat.de/themen/verwaltung_102_auslaenderbehoerde.htm oder in der jüdischen Korrespondenz: JK07.05.pdf
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4. Wie können die Mitarbeiter/innen der Flughafensicherheit noch kundenfreundlicher kommunizieren?
Die Mitarbeitenden der Flughafensicherheit sind ein wichtiges Aushängeschild für einen Flughafen. Wie sie mit Fluggästen umgehen und für deren Sicherheit sorgen, prägt das Bild eines Flughafens. Allerdings ist es nicht leicht, pflichtbewusst für Sicherheit und Ordnung zu sorgen und trotzdem stets freundlich und höflich zu bleiben.
Meine Aufgabe war es, zusammen mit einer Kollegin ein Seminar zur kundenorientierten Kommunikation zu entwickeln, das beide Aspekte gleichermaßen berücksichtigt.
Die wichtigsten Ergebnisse:
- Das Sicherheitspersonal ist nun sensibilisiert für sprachliche und körpersprachliche Aspekte in der Kommunikation und geht daher bewusster und einfühlsamer mit Passagieren und Angehörigen um.
- Das Sicherheitspersonal kann heute besser trennen zwischen Sach- und Beziehungsebene und somit auf der Sach-Ebene für Sicherheit und Ordnung sorgen, ohne Misstöne auf der Beziehungs-Ebene aufkommen zu lassen.
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5. Wie können Wissenschaftler mit ihren technischen Assistenten und anderen Mitarbeitern in angespannten Situationen einvernehmlicher kommunizieren?
Die Schnittstelle Wissenschaftler und technische Assistenten hat im Forschungsgeschehen eine besondere Bedeutung: Hier herrschen viel Stress und Druck. Hier können Zeit und Kreativität und damit Geld und Erfolg gewonnen, aber auch verloren werden.
Meine Aufgabe war es, für die Wissenschaftler und ihre Assistenten eines Instituts ein Seminar zur erfolgreichen Kommunikation zu entwickeln, um ihre Zusammenarbeit im Alltag in Zukunft zu erleichtern. Wichtig war mir hier, die Gallup-Ergebnisse zur Arbeitszufriedenheit in Deutschland mit ihren Konsequenzen für den Arbeitsalltag zu diskutieren, denn sie enthalten praxisrelevante Ansatzpunkte zur Verbesserung der Zusammenarbeit. Ich baute viele praktische Kommunikations-Übungen ein. Vor allem kam es darauf an, die Teilnehmenden „aus der Reserve zu locken“, denn nicht alle waren ganz freiwillig da, und sie von Sinn und Chance dieses Seminars zu überzeugen: Partnerschaftlicher, einvernehmlicher und konfliktfreier zu kommunizieren heißt weniger Reibungsverluste und mehr Freude bei der Arbeit.
Die wichtigsten Ergebnisse:
- Die praktischen Kommunikations-Übungen wirkten nachhaltig und festigten das zunächst theoretische Wissen darüber, welche Rolle z. B. die richtige Distanz zum jeweiligen Gesprächs-Partner und die Lautstärke der Stimme spielen.
- Mittels der Übungen und ihrer Auswertung wurde der praktische Nutzen erkannt: So ist es beispielsweise wichtig, vor einem Kritik-Gespräch eine günstige Atmosphäre zu schaffen, die Beziehungs-Ebene zu berücksichtigen, sich vorab eine Gesprächs-Strategie zu überlegen und flexibel mit den Kommunikationswerkzeugen wie Ich-Botschaften, aktives Zuhören und Fragen umzugehen, um das Gesprächsziel zu erreichen.
- Die Teilnehmenden nahmen viele Ideen und Lösungsansätze für ihre individuelle Alltags-Situation mit, z. B.: „So kann ich Stress-Situationen selbst besser steuern“ – „So gelingt es mir, ruhiger und überlegter zu kommunizieren“ – „So kann ich meine Mitarbeiter „aus der Reserve locken“ und „besser motivieren“.
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6. Wie können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer großen Bundesbehörde den Standortwechsel Ressourcen schonend bewältigen?
Diese Bundesbehörde mit ihren ca. 1300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (der Frauenanteil liegt bei 56 Prozent) stand vor der Herausforderung, den Hauptsitz in einen kleineren, knapp 150 Kilometer entfernten Ort zu bewältigen. Betroffen von dieser Verlegung waren ca. 750 Beschäftigte. Etwa 80 Prozent von ihnen pendelten täglich oder zum Wochenende. Die Pendlerinnen und Pendler erhielten für die Dauer von maximal zwei Jahren lediglich ein Trennungsgeld (Fahrtkosten und Unterkunft) als Vergünstigung.
Anhand von Vorab-Informationen entwickelte ich ein Work-Life-Balance-Seminar. Hierbei ging es einerseits um Anregungen über Inputs zu diesem Thema, andererseits um ein Innehalten und Reflektieren der persönlichen und beruflichen Situation. Die Herausforderung bestand darin, mit den sehr persönlichen Fragen und der erheblichen Belastung konstruktiv umzugehen. Ich begleitete die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Finden von Lösungsansätzen.
Die wichtigsten Ergebnisse:
- Die Teilnehmenden hielten inne, reflektierten bewusst ihre Situation und persönliche Befindlichkeit und erkannten ihre „Schmerzpunkte“.
- Sie lernten Methoden für ein besseres Work-Life-Balancing kennen und wie sie die individuell passenden in ihren Alltag integrieren können.
- Sie erkannten deutlich, dass ihnen keine Technik die Entscheidung ersparen konnte, entweder genauso weiterzupendeln wie bisher – mit allen Konsequenzen – oder eine ganz persönliche Standort- und Lebens-Entscheidung zu treffen. Viele waren jetzt bereiter, diese Entscheidung für sich zu treffen.
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7. Wie können Mitarbeiter/innen aus verschiedenen Bereichen eines Auto-Zulieferers ihre interne und externe Kommunikation verbessern?
Meine Aufgabe war es, ein Seminar zu entwickeln, das den unterschiedlichen kommunikativen Bedürfnissen und Erfordernissen von Mitarbeitern aus Produktion, Entwicklung und Einkauf gerecht wurde. Hierbei sollten die Kommunikation im Zweier-Gespräch, die Gruppen-Moderation und die Produkt-Präsentation berücksichtigt werden. In dem von mir entwickelten Seminar gab es für jeden Seminarabschnitt sowohl einen Theorie- als auch einen Übungs- und Praxis-Transfer-Teil.
Die wichtigsten Ergebnisse:
- Die Teilnehmenden bekamen Kommunikationswerkszeug an die Hand wie Ich-Botschaften, aktives Zuhören, Fragetechniken und bewusster Umgang mit Körpersprache, das sie in allen Kommunikations-Situationen einsetzen konnten.
- Zusätzlich erhielten sie spezielle Informationen zu Moderation und Präsentation, z. B.. Vorbereitungs-Fragen sowie Fragen zur Zielgruppen-Analyse und zur Dramaturgie.
- Für spezielle Frage-Stellungen und Situationen entwickelten wir konkrete Lösungsansätze, z. B. zum Umgang mit störenden und provozierenden Workshop- oder Präsentations-Teilnehmern oder mit nervigen Kollegen und Mitarbeitern.
- Alles zusammen führte dazu, dass sich die interne Kommunikation zwischen den Kollegen in Stress-Situationen verbesserte und weniger konfliktreich war und dass die externe Kommunikation mit Auftraggebern und Lieferanten effektiver und reibungsloser wurde.
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8. Wie können Verwaltungs-Beamte lernen, unter dem hohen Leistungsdruck einer Prüfungs-Situation gelassen und souverän in der Kommunikation zu bleiben?
Um den Aufstieg vom gehobenen in den höheren Dienst zu schaffen, müssen Beamte nach einem Auswahlverfahren für die Dauer von ca. zwei Jahren eine sogenannte Einführungszeit durchlaufen. Diese umfasst praktische Aufgaben des höheren Dienstes und die Teilnahme an diversen Fortbildungen. Am Ende steht eine Prüfung vor dem Bundespersonalausschuss. Die Teilnehmenden sind während der Einführungszeit permanent einer großen beruflichen wie privaten Belastung ausgesetzt, weshalb sie natürlich die letzte mündliche Prüfung erfolgreich bestehen wollen. Somit entsteht mit der Zeit auch ein erheblicher Bewährungsdruck, dem möglichst gesund standzuhalten ist.
Meine Aufgabe: in einem Speziallehrgang – meist der kurz vor der mündlichen Prüfung – den Teilnehmenden Tipps und Tricks an die Hand zu geben, mit denen sie gelassen und erfolgreich durch die Prüfung kommen. Hierzu führe ich mit einem juristischen Kollegen im Team-Teaching Prüfungs-Simulationen durch, bei denen die Teilnehmenden die Gelegenheit haben, die Prüfungs-Situation hautnah und unter dem Stress der Generalprobe zu erleben. Bei der anschließenden Reflexion geben wir jedem persönliche Tipps und Hinweise zu Verhalten, Auftreten, Wissensstand und Stressbewältigung vor, während und nach der Prüfung.
Die wichtigsten Ergebnisse:
- Die Teilnehmenden machen in der Generalprobe die Erfahrung ihres individuellen Umgangs damit. Sie bekommen ein Gefühl für die Anforderungen in der bevor-stehenden Prüfung und sind so besser auf die tatsächliche mündliche Prüfung vorbereitet.
- Die Teilnehmenden erhalten persönliche Hinweise, wie sie die Prüfungs-Situation optimal bewältigen können. So sind sie innerlich frei und können sich auf das Wesentliche konzentrieren: die Prüfungs-Inhalte.
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9. Wie können die Abteilungs-Leiter eines großen Hotels ihr Zeitmanagement und ihre Zusammenarbeit verbessern?
Die Abteilungs-Leiter eines Hotels erkannten Verbesserungsbedarf hinsichtlich Zeitmanagement und Zusammenarbeit. Hintergrund: Trotz vieler Überstunden und kaum noch Privatleben war die Arbeit nicht zufriedenstellend zu schaffen.
Meine Aufgabe bestand darin, den Abteilungs-Leitern Handwerkszeug für effektives Zeitmanagement an die Hand zu geben und mit ihnen gemeinsam daran zu arbeiten, es für den Hotelalltag anwendbar zu machen. Ich entwickelte ein Seminar, das aus drei Blöcken bestand: ein Theorieteil „Zeitmanagement“, ein Workshopteil, in welchem erst die Zeitdiebe gemeinsam ermittelt wurden, um anschließend daran zu arbeiten und,– unter Berücksichtigung der Zeitmanagement-Theorie – Lösungsansätze für eine effektivere Zusammenarbeit im Alltag zu finden.. Nach einem halben Jahr folgte der dritte Teil in Form eines Transfer-Tages, an welchem wir gemeinsam auf den entwickelten Maßnahmenkatalog und den Stand der Umsetzung schauten, über Hindernisse und Schwierigkeiten, aber auch über Erfolge sprachen und gegebenenfalls neue Maßnahmen ableiteten.
Die wichtigsten Ergebnisse:
- Mit dem Theorie-Input gewannen die Abteilungsleiter eine neue Perspektive auf ihre eigene Zeitplanung und auf ihren Umgang mit sich selbst im Alltag, z. B. dass sie bislang viele Zehnstunden-Tage hintereinander bewältigten, ohne auf gesunde Ernährung zu achten und ohne jedwede Pause – und wie sie dies ändern konnten.
- Das Entdecken der Zeitdiebe wie das Erarbeiten von Lösungsansätzen entlastete die Teilnehmenden erheblich und brachte ihnen spürbare Zeit-Ersparnis im Arbeitsalltag, z. B. durch das Signalisieren von „Jetzt kannst du mich etwas fragen“ bzw. „Jetzt gerade bitte nicht“.
- Das Reflektieren über den Maßnahmenkatalog am Transfer-Tag vertiefte die Erkenntnis, wie wichtig es ist, sich in regelmäßigen Abständen Zeit zu nehmen, um über das eigene Zeitmanagement und die interne Zusammenarbeit nachzudenken und gegebenenfalls Verbesserungen vorzunehmen.
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10. Wie lässt sich mehr Kreativität im Arbeitsalltag einer Sparkasse integrieren?
Sparkassen stehen in einem harten Wettbewerb mit anderen Finanz-Instituten. Die Hauptverantwortung und -last tragen dabei die Vertriebsmitarbeiter. Deshalb sollten die Mitarbeiter aus dem Vertriebsmanagement besondere Unterstützung erhalten.
Meine Aufgabe war es, ein spezifisches Kreativitäts-Seminar zu entwickeln, das auf die spezifischen Belange der Vertriebs-Mitarbeiter ausgerichtet war und sie dazu anregen sollte, wieder freier und kreativer zu denken – auch unter Druck. Daher war es mir wichtig, praktikable Techniken zunächst in der Theorie zu vermitteln, um diese dann gleich ausprobieren zu lassen, das heißt einem Praxis-Test zu unterziehen. Darüber hinaus wollte ich den Teilnehmenden Anregungen und Ideen jenseits der durch herkömmliche Kreativitäts-Techniken „gemachten Kreativität“ an die Hand geben.
Die wichtigsten Ergebnisse:
- Die Vertriebs-Mitarbeiter/innen lernten praktikable Techniken für ihren Arbeitsalltag in Theorie und Praxis an sparkassenspezifischen Vertriebsthemen kennen, so z. B.: mittels Reizwort-Analyse Ideen für die eigene Produktpräsentation gewinnen oder neue Produktnamen über den Plus-Minus-Filter auf deren positive wie negative Assoziationen und Implikationen hin zu überprüfen.
- Aufgrund der praxisbezogenen Beispiel-Situationen lassen sich die vermittelten Techniken leichter in den Alltag übertragen. Denn bereits während der Vermittlungs- und Lernprozesses überlegen die Mitarbeiter, wo und wie die Techniken in ihrem persönlichen Arbeitsalltag anzuwenden sind.
- Den Teilnehmenden ist bewusst geworden, wie sie ihre Arbeits-Umgebung anregender gestalten können, z. B. durch ausgewählte Gegenstände im eigenen Büro wie Steine, Muscheln, Bilder, besondere Farben, Musik.
- Ihnen ist auch bewusst geworden, wie sie generell ihre Sinne anregen sowie ihre unterschwellige Kreativität bewusst wahrnehmen und nutzen können, z. B. indem sie entspannende oder anregende „Orte“ aufsuchen (ein Gang um den Block, rauschende Bäume, sprudelnder Bach, knisterndes Kaminfeuer, ein Schaumbad, eine Wechseldusche, Düfte, Sauna, Schwimmbad etc.).
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11. Wie können die Führungskräfte eines Ministeriums und seiner nachgeordneten Behörden Mitarbeiter-Vorgesetzten-Gespräche partnerschaftlich und mitarbeitermotivierend führen?
Laut Minister-Erlass sollen die Führungskräfte eines Ministeriums und seiner nachgeordneten Behörden in regelmäßigen Abständen und deutlich von Beurteilungsgesprächen getrennt Mitarbeiter-Vorgesetzten-Gespräche führen. Einige Mitarbeiter wie Vorgesetzte sehen in diesen Gesprächen keinen Sinn.
Meine Aufgabe bestand nun darin, ein entsprechendes Seminar zu entwickeln, so dass die Führungskräfte diese Gespräche in Zukunft überzeugt und mit dem notwendigen Handwerkszeug ausgerüstet führen.
Die wichtigsten Ergebnisse:
- Die Führungskräfte erkennen den Mehrwert dieser institutionalisierten Gespräche im Unterschied zu den normalen anlassbezogenen Alltags-Gesprächen und zu den „Zwischen-Tür-und-Angel“-Gesprächen; denn so lassen sich Themen besprechen, die sonst immer wieder verschoben werden, weil anderes tagesaktuell wichtiger oder gerade keine Zeit dafür da ist, z. B: Arbeitsumfeld und -bedingungen, das Miteinander, die Zusammenarbeit mit anderen Organisationseinheiten und Außenstehenden sowie Wünsche nach Einsatzwechsel, persönlicher Förderung und Entwicklung.
- Sie können diese institutionalisierten Gespräche mit dem erlernten Kommunikationswerkzeug gezielter und effektiver steuern und führen.
- Dadurch vergrößert sich die Chance, an unterschwellige Informationen zu gelangen, mit diesen aktiv und im Sinne aller umzugehen, z. B. Konflikte frühzeitig zu erkennen und zu bewältigen – und somit Vertrauen zu gewinnen und ein besseres Arbeitsklima zu erzielen.
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